Die menschliche Komödie

Die Neuen Alten

Selbst dem Alter gefährlich nahekommend, begann ich mich umzuschaun, wie sich die ältere Generation heutzutage darstellt. Ich kann mich an früher erinnern, da trugen die Frauen spätestens ab 50 so eine Art Wischmopp Frisur, als ob alle beim selben Friseur und die gleiche Dauerwelle bekommen hätten. Die Kleidung war in tristen Novemberfarben gehalten in einem sackartigen Schnitt, was weder der Frau noch ihrer Figur gut tat. Doch noch schlimmer waren die auf dem Dorf allseits beliebten Kittelkleider, die kamen in allen möglichen Müsterchen, inallen möglichen Blau- und Lilatönen daher. Im Sommer ohne was drunter, im Winter mit einer Strickjacke drüber. Im Sommer quollen  ihre Oberarme aus den Armlöcher und in der  Rückseite machte sich der Hintern breit.                                                                  Währendessen ihre Männer stolz ihr Bäuchlein vor sich herschoben, das fest eingespannt mit  Gürtel und Hosenträgern in der wabbeligen ausgelutschten Kordhose war, drüber den unsäglichen Pullunder – gern auch in kariert – in unsäglichen Farben über einem unsäglichen farbigem Hemd. Haare kurz, wie es sich gehört und Glatze nur, wenns denn sein muß.                                                             

So wollte ich nie werden, das hatte ich mir fest vorgenommen. 

Obwohl sich inzwischen sowohl modisch als auch geistig, die Altersgrenez kräftig nach oben verschoben hat,
begegneten und begegnen mir noch auf meiner Suche nach einer alternativen älteren Generation,  Frauen und Männer, die auch in der heutigen Zeit vollkommen aus dem Rahmen fallen. 

Da traf ich folgende selbstbewußte Frau mit ihrer Frauchen in Holland bei Ikea.        Das Frauchen versank gerade in einem überdmesionierten Sessel, während ihre Partnerin dafür sorgte, daß man sie nicht übersehen konnte.

Aeltere Frau mit Punkfrisur in schicker grüner Workerhose mit passender Jacke, dazu rosageblümte Boots
Liebling machs Dir ruhig bequem

Gouache auf Kraftpapier, 30 x 40 cm, 2018 

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Dernauer Martinsmarkt und die Akademie Altenahr

So jetzt ist der Skulpturenweg zu Ende und diesmal wurde soweit ich informiert bin, nichts zerstört und nichts geklaut, das war nach dem letzten Jahr eine wunderbare Erholung.

Das Offene Atelier ist auch gut vorbei gegangen, nun kann ich mich wieder meinem Blog und Webseiten widmen.

In Planung sind die nächsten Kurse bei der VHS Jülich  Portrait in Farbe am Wochenende, der Schnupperkurs durch Mal- und Zeichentechniken am 17. und 18. November  und der Comic-  Cartoonkurs am 30. Nov und 1.Dez in Dernau bei der Akademie Altenahr.

Am 10. und 11. November findet alljährlich der Martinsmarkt in Dernau statt und alljährlich öffnet dann auch die Akademie in der Bachstrasse ihre Pforten und es stellen dort aus Mitglieder vom Verein aus. Auch diesmal bin ich wieder dabei und zeige kleine Gemälde und Zeichnungen zu bezahlbaren Preisen.

Veranstaltung Akademie Altenahr in Dernau



 

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Skulpturenweg an der Rur 2018

in 52441 Linnich auf dem Ruruferbereich neben der Rurallee

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Kriegskinder

Tusche Kohle Gouache auf Wellpappe – ca 20 x 30 cm – 2018

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Das 7. Bild der Serie Maskerade

Hinter Masken von Spendenbereitschaften, Wohltätigkeiten und Beileidsbekundungen werden weiter Waffenverkäufe und Spekulationen auf Kosten der Ärmsten betrieben.



 

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Kirche von draußen

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Ein Bild das mich seit Jahren nicht in Ruhe läßt. Ich sah damals vor der St. Foillankirche in Aachen  diese alte Frau mitten im Dreck und Grau auf den Stufen der verschlossenen Kirche sitzen eingehüllt in eine alte Decke und einem bunten Regenschirm zum Schutz vor dem Regen über sich. Neben ihr um die Ecke  stand ihr alter Rollstuhl. Diese Diskrepanz zwischen den dem undefinierbaren Farben des Schmutzes, des Staubes der Straße, der Stadt , ihrer Kleidung und das fröhliche Bund ihres Schirmes blieben mir jahrzehntelang im Gedächtnis, bis ich es jetzt aus demselbigen heraus aufs Papier brachte. Erst dann erfuhr ich von einigen Aachener, daß dieser Anblick in Aachen stadtbekannt ist.                                                                                                                        Traurig, daß so etwas existiert in diesem unseren Land, in dem es uns doch soooo gut geht.
Diese Arbeit gehört auch in meine Reihe Karneval : Maskerade                                                                                                                                                                                                      Gouache und Kohle auf Wellpappe  – ca 20 x 30 cm – 2017



 

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Verdamp lang her 1

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Aus der Reihe : Thema Karneval
Es stehen sich immer zwei Bilder gegenüber, die auf der einen Seite die Lust am Leben zeigen und auf der anderen die Kehrseite. Dies hier ist wieder eine Vorderseite , das Pendant folgt in den nächsten Tagen.

Gouache auf Wellpappe, ca 20 x 30 cm, 2017

 



 

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Vun Drinne noh Drusse

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Aus der Reihe : Thema Karneval
Während der närrischen Zeit fällt so ein Obdachloser nicht mehr groß auf. Vielleicht noch an der Wahl seines Bieres zu erkennen, denn für 1 Flensburger bekommt er bei Aldi sicherlich ein Vielfaches an Bierdosen.
Wenn ich in Städten an solchen verwahrlosten Menschen vorbeikomme, dann kann ich es nicht begreifen, daß es „uns doch so gut geht“ angeblich. Wie kann es sein, daß immer mehr Menschen sich keine Wohnung mehr leisten können und daß es so einem reichen Staat nicht gelingt zu verhindern, daß Menschen auf der Strasse leben müssen. Auf der einen Seite Überfluß und auf der anderen weniger als Nichts. Und wie schnell kann es passieren daß man von drinnen nach draußen rutscht.

Gouache Kohle Tusche auf Wellpappe ca 20 x 30 cm

 



 

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